Berlin-Charlottenburg: Neue Pläne für die Wilmersdorfer Straße

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Die Einkaufsmeile soll ausgeweitet und aufgewertet werden.

Fußgängern soll überall in Berlin mehr Platz eingeräumt werden. In Mitte werden derzeit die Möglichkeiten einer autofreien Friedrichstraße ausgelotet. Auch der Kurfürstendamm soll attraktiver für Fußgänger und Radfahrer werden. Ebenfalls im Visier der Planer ist die Fußgängerzone auf der Wilmersdorfer Straße, die im vergangenen Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierte.

Anwohner einbinden

Die Fraktionen von FDP und SPD fordern derzeit eine Ausweitung der autofreien Einkaufsstraße bis zur Bismarckstraße. „Dabei soll auch eine Erweiterung über die Bismarckstraße hinaus bis zur Zillestraße mitgedacht werden. In die Gestaltung sollen die Anwohner ebenso wie die Gewerbetreibenden einbezogen werden“, heißt es in einem gemeinsamen Antrag im Bezirksparlament. „Der Durchgangsverkehr würde eingedämmt und die Situation der Fußgänger erheblich verbessert.“ Davon sollen auch die Gewerbetreibenden im Kiez profitieren, so die Hoffnung der Fraktionsparteien.

Weniger Besucher

In diesem Rahmen soll die Fußgängerzone auch aufgewertet werden. Um den ältesten Boulevard Berlins wieder attraktiver zu machen, wurde bereits begonnen. Im mittleren Teil zwischen Kantstraße und Pestalozzistraße soll im kommenden Jahr ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus des Projektentwicklers MREI fertiggestellt werden. Ins Erdgeschoss soll ein alter Bekannter ziehen: der Lebensmittelretter-Laden Sirplus, der mittlerweile über fünf Filialen in ganz Berlin verfügt. Zuletzt sanken die Besucherzahlen in der Einkaufsstraße.

Ähnlich sieht es auf dem Ku’damm aus, wo es ebenfalls Überlegungen für eine Verkehrsberuhigung gibt. Auch an der Berliner Edelmeile seien laut der FDP Aufwertungs- und Erweiterungsmaßnahmen sinnvoll.

Datum: 25. Oktober 2019. Text: Redaktion. Bild:imago images/Schöning