Berlin-Reinickendorf: Bauboom in der Cité Foch

Cité Foch in Reinickendorf

SPD-Fraktion kritisiert geringen Anteil an Mietwohnungen bei Neubauprojekt.

In der Cité Foch entstehen bis zum Jahr 2023 fünf Gebäude mit insgesamt 241 Garten- und Etagenwohnungen, Apartments und Dachgeschosswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Die Wohnfläche liegt zwischen 48 und 140 Quadratmetern. Dieser Tage wurde der Grundstein gelegt.

Brache verschwindet

Zuvor waren auf dem Areal der früheren Kirche bereits 80 Wohnungen errichtet worden, somit liegt die Gesamtzahl bei 321 Wohnungen. Das Vorhaben realisiert die BPD Immobilienentwicklung GmbH mit der Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH. BPD-Geschäftsführer Franz-Josef Lickteig: „Wir schaffen ein Wohngebiet, das den Menschen gute Chancen bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum bietet.“

Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU): „Das ist ein Riesenerfolg. Endlich verschwindet wieder eine Brache. Es war ein langer und schwerer Weg für alle Beteiligten, da zuerst ein zusammenhängendes Grundstück gebildet werden musste.“

Chance vertan

Angela Budweg, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, begrüßt, dass dringend benötigter Wohnraum m Bezirk entsteht, äußert aber auch Kritik: „Der Anteil der mietpreisgebundenen Wohnungen liegt mit rund 30 Objekten im ersten Bauabschnitt unter zehn Prozent. Es wurde einmal mehr die Chance vertan, in einem städtebaulichen Vertrag den Bauherrn zur Schaffung eines angemessenen und höheren Anteils an mietpreisgebundenem Wohnraum zu verpflichten, um Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen zu schaffen und eine soziale Mischung herzustellen.“

Im zweiten und größeren Bauabschnitt würden ausschließlich Eigentumswohnungen entstehen. Planungsziele seien geändert und Fakten geschaffen worden, ohne Anwohner und Bezirksverordnete zu informieren, ergänzt Budweg.

Datum: 31. Oktober 2019. Text: Nils Michaelis. Visualisierung: BPD/Cycle Zero Visual.