Wedding: Catcherwiese im Volkspark Rehberge wird nicht zum Sportplatz

Ein Antrag zur Reaktivierung der Fläche wurde im Bezirksparlament abgelehnt.

Seit Monaten wurde in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) über eine Umgestaltung des Volksparks Rehberge und eine mögliche Reaktivierung der Catcherwiese als Sportfläche diskutiert. Nun wurde ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion zur Reaktivierung in der BVV abgelehnt. Zuvor hatten bereits die Fraktionen von Grünen, Linken und der Piraten ihre Ablehnung angekündigt.

Biotop bewahren

Sie wollen die Biodiversität der Wiese, die die vergangenen Jahre sich selbst überlassen wurde, erhalten. Dafür setzen sich auch die Initiatoren einer Online-Petition ein. „Im Sommer und Frühjahr locken die vielen langen Gräser mit ihren Blüten zahlreiche Insekten und Vögel an. Die vielen unterschiedlichen Pflanzen in diesem Biotop bieten auch Bienen und Schmetterlingen einen wichtigen Lebensraum“, heißt es darin. Ein solcher Lebensraum gehöre in Zeiten der Klimakrise geschützt.

Sportflächen werden knapp

Gleichzeitig werden auch die bezirklichen Sportflächen knapp. Unter anderem der im Volkspark beheimatete Fußballverein BSC Rehberge könnte zusätzliche Flächen für den Vereinssport gebrauchen. „So wichtig die Erhaltung der Biodiversität ist, so notwendig ist auch gerade für uns Weddinger die Aufrechterhaltung und Ausweitung von Freizeitangeboten für unsere Kinder und Jugendlichen“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Benjamin Fritz. Und spricht zudem von einer „eklatanten Unterversorgung“. Auch die Grünen und die Initiatoren der Petition sehen den wachsenden Bedarf an Angeboten für den Breiten- und Freizeitsport im Kiez. Dieser dürfe aber nicht auf Kosten der Umwelt und einer der größten Naturflächen im Bezirk gehen. Stattdessen könnten andere Flächen im Volkspark Rehberge und im Goethepark umgewandelt werden.

Auch die Zukunft des Parkcafés Rehberge ist nach wie vor ungewiss. Mehr dazu lesen Sie hier.

Datum: 1. November 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Jürgen Ritter