Berlin-Spandau: Künstler bauen die Mauer wieder auf

Berliner Mauer

Kunstaktion und Theaterstück in den “Spandau Arcaden” am Bahnhof.

Am 10. November bauen renommierte Berliner Streetartists um das Kollektiv von UglyDuckling.Berlin in den “Spandau Arcaden”, Klosterstraße 3, ein Stück Mauer wieder auf, um ihr im Anschluss mit bunten Farben den Schrecken zu nehmen. Außerdem wird das Theaterstück „Amok oder Koma sein“,  welches den Fall der Mauer aus Sicht eines NVA-Grenzers erzählt, im Center aufgeführt.

„Für viele junge Bewohner dieser Stadt ist die Mauer nur eine Episode aus dem Geschichtsbuch dabei
hat sie Berlin geprägt, wie kaum etwas Anderes“, sagt Centermanager Volker Ahlefeld. Noch einmal wird der Moment des Mauerfalls zum Leben erweckt. Das rund acht Meter lange Mauerstück vor dem Haupteingang des Centers am Bahnhof  lässt erahnen, wie bedrohlich der „antifaschistische Schutzwall“ auf Menschen in Ost und West gewirkt hat. Unter Anleitung von Streetart-Künstlern wie  Undaground Designz, KUZB136, Ben Mansour und Demut darf die Mauer dann von allen Besuchern mit Kunst verschönert werden.

Im exklusiv für das offizielle Berliner Festivalprogramm „30 Jahre friedliche Revolution“ inszenierten Stück „Amok oder Koma sein“ von Andrea Czesienski erlebt der Zuschauer den Moment des Mauerfalls durch die Augen eines
NVA-Grenzsoldaten, der sich in seinem Mauer-Wachturm verschanzt und sich auf Gespräche mit verschiedenen Leuten, die ihn für das Aufrechterhalten seines kleinen Stückes DDR lieben oder hassen sollten. Ab 13 Uhr wird  das Mauerstück zentral vor dem Haupteingang der Einkaufsmeile aufgebaut sein und auf Verschönerung warten. Das Theaterstück wird ab 14 Uhr an verschiedenen Orten in den am Sonntag geöffneten Spandau Arcaden aufgeführt.

Datum: 9. November 2019. Text: Redaktion. Bild: Getty Images Plus/iStock/Natalya Lucia