Berliner Umweltpreis wurde verliehen

56 Bewerber kämpften in diesem Jahr um den 9. Green Buddy Award.

Der Green Buddy Award wurde zum neunten Mal in der Malzfabrik verliehen. Tempelhof-Schönebergs hauseigener Umweltpreis hat sich in den vergangenen Jahren einen bedeutenden Namen gemacht. In diesem Jahr haben 56 Bewerber um die begehrten Trophäen gekämpft. Mit dem Green Buddy Award werden die nachhaltigsten und innovativsten Unternehmen und Projekte Berlins ausgezeichnet. In zwei Kategorien allerdings spielen nur Tempelhof-Schöneberger Initiativen mit. Die diesjährigen Preisträger werden hier in Kurzform vorgestellt.

Abfallvermeidung

Mit dem Green Buddy Award in der Kategorie Abfallvermeidung/Reduce, Reuse und Recycle wurde das Unternehmen „Sneaker Rescue“ ausgezeichnet. Die Idee dazu ist vor zwei Jahren vom 23-jährigen Orthopädieschuhmacher Hagen Matuszak ins Leben gerufen worden. Das Konzept hinter Sneaker Rescue ist es, Kunden möglichst schnell und unkompliziert eine kostengünstige, aber hochwertige Reparatur der Sneakers zu ermöglichen und sie so vor der Mülltonne zu retten.

Smart Cities Lösungen

Der Green Buddy Award in der Kategorie „Smart Cities Lösungen“ ging an die Infrest Infrastruktur eStrasse GmbH. 2018 war Berlin die Staustadt in Deutschland. Hier setzt Infrest an. Der Baustellenatlas der Infrest ermöglicht nicht nur den einfachen Überblick über alle abgeschlossenen Baumaßnahmen im beobachteten Areal. Er erlaubt Leitungsnetzbetreibern aber auch die mittel- und langfristige Planung von Tiefbautätigkeiten.
Einzelhandel. In der Kategorie Einzelhandel erhielt das Unternehmen Supermarché Fair Fashion GmbH einen Green Buddy Award. Das Kleidungsgeschäft in Kreuzberg hat ein Vollsortiment an ökologischer und fair produzierter Mode anzubieten. Die Kleidung wird unter menschenwürdigen Bedingungen genäht und sie ist aus ökologischen Materialien. Supermarché zeigt, dass es möglich ist, beim Kleidungskauf auf Ausbeutung und Umweltverschmutzung zu verzichten.

Young Green Buddy

Der Young Green Buddy Award geht an das Projekt Wear Fair des Georg-Büchner-Gymnasiums. Wear Fair ist eine Gruppe von Achtklässlern, die sich seit März für die Einführung von fairer und nachhaltig produzierter Schulkleidung am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) einsetzen.

Umweltschonende Produktion

In der Kategorie Umweltschonende Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen ging der Green Buddy Award an die Mint Engineering GmbH. Kann man Algen in Städten anbauen? Ja, zum Beispiel am Euref-Campus schlängeln sich Algen durch lange Kunststoffrohre. Die Algen haben einen großen Nutzen, der nicht nur Biomasseproduktion heißt, sondern auch weitere Funktionen übernehmen kann wie beispielsweise Gebäude-Verschattung und Nährstoffspeicherung.

„Umwelt- und Klimaschutz sind keine neuen Themen, haben aber nichts an Brisanz verloren. Dieses Jahr waren besonders viele und tolle Bewerbungen dabei und ich freue mich sehr, dass wir fünf großartige Projekte für den Umweltschutz mit dem Green Buddy Award und einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet haben“ sagt Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).

Die Buddy Bären werden individuell für die Gewinner von der Buddy Bär Berli GmbH und Künstlern gestaltet.

Datum: 12. November 2019, Text: red/sara, Bild: Jörg Klamm