Berlin-Kreuzberg: Drei Entwürfe für das Dragoner-Areal

Bürger diskutierten gemeinsam mit Architekten über die Gestaltung.

„Rathausblock“ heißt das Areal zwischen Mehringdamm, Obentrautstraße und Kreuzberger Rathaus, das als Gewerbegebiet unter dem Namen „Dragoner-Areal“ bekannt ist. Hier gibt es den Musik-Club Gretchen, das Öko-Kaufhaus LPG und zahlreiche kleinteilige Gewerbe wie KFZ-Werkstätten und Taxibetriebe. Seit dem Jahr 2015 ist das Gelände hinter dem Kreuzberger Finanzamt wieder in Senatsbesitz und soll nach der Umwidmung zum sogenannten urbanen Mischgebiet ab den Jahren 2021 bis 2026 auch für den Bau von Wohnungen genutzt werden können. Dazu wurde ein Bürgerbeteiligungsverfahren entwickelt, das seit Mitte des Jahres die Pläne für das rund 47.000 Quadratmeter großen Geländes begleitet.

Drei Thementische

Drei Architekturbüros haben dazu Modelle entwickelt und zur Diskussion gestellt. Nach dem Entwurf von IFAU sollen mehrgeschossige Wohnhäuser direkt neben Gewerberäume entstehen. Die Plangesellschaft Robertneun stellt ein Wohnhochhaus mit 13 Stockwerken in das Zentrum kompakterer Wohn- und Gewerbeblöcke. SMAQ, die dritte Gemeinschaft im Wettbewerb, fasst lauteres Gewerbe in einem Block zusammen. Hier soll ein Gebäuderiegel, mit leiserem Gewerbe und sozialen Einrichtungen den Puffer zum zentralen Wohngebiet bilden. Der letzte der Bürgerbeteiligungstermine fand am Dienstag in der Berliner Galerie statt. An drei Thementischen wurden die Architekturvorschläge unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Funktionalität und Nachbarschaft diskutiert. Bis zum endgültigen Einreichungstermin am 19. Dezember haben die Architekten nun Gelegenheit, ihre Entwürfe entsprechend zu entwickeln.

Nächste Termine

Am 19. November, ab 17.30 Uhr, werden im BVV-Saal im Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, noch einmal die Verkehrswege für das geplante Quartier diskutiert. Die aktuellen Entwürfe des offiziellen Bauplan-Verfahrens sind bis zum 13. Dezember im Rathaus ausgestellt. Die Abschlusspräsentation ist für den 28. Januar terminiert.

Datum: 13. November 2019, Text und BIld: Stefan Bartylla