Berlin-Marzahn: Die Bahnbrücken sollen andere bauen

Planungen zur TVO kommen ins Stocken –
die Bahn braucht mehr Zeit für Brückenbau.

Eigentlich sollten schon längst die ersten Bauarbeiten für den Lückenschluss der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) zwischen Wuhlheide und Märkischer Allee in vollem Gange sein. Rund sechs Kilometer fehlen der Schnellstraßenverbindung noch in ihrem Verlauf . Der Plan zur Routenführung war viele Jahre umstritten gewesen, bevor man sich 2018 endlich auf eine Route einigen konnte, um eine schnelle Fahrverbindung zwischen Köpenick und Ahrensfelde durchgängig realisieren zu können. Nach allen Kompromissfindungen kann das Planfeststellungsverfahren und das weitere Prozedere zum Baustart aber noch immer nicht terminiert werden. Grund dafür liefert ausgerechnet die Deutsche Bahn. Die war im Jahr 2018 vom Senat beauftragt worden, vier Eisenbahnüberführungen im Verlauf der TVO zu planen und zu bauen. Weil die Bahn diese Baumaßnahmen aber nach eigenen Angaben jetzt doch nicht umsetzen kann, befürchtet der Senat nun Planungsverzögerungen von weiteren eineinhalb Jahren.

Große Ausschreibung

Indes hat der Senat reagiert und nun die Bahnbrückensanierungen europaweit ausgeschrieben, um sich auch weitere und vielleicht schneller realisierbare Angebote für diese Arbeiten einholen zu können. „Ich hoffe, dass auf diesem Weg das Planfeststellungsverfahren in jedem Fall spätestens 2021 starten kann. Zur Entlastung Biesdorfs und zur besseren Anbindung des Marzahner Gewerbegebiets braucht es die TVO, wie sie im Koalitionsvertrag von SPD, den Linken und Bündnis“90/Die Grünen vorgesehen ist“, lautet nun der Kommentar von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) zum erweiterten Verfahren. Die TVO sei für den Bezirk genauso wichtig wie der Bau eines Radschnellweges und die baldige Realisierung einer Schienen-TVO, so Pohle.

Datum 30. November, Text :red/ylla, Bild: iStock / Getty Images Plus/ Gabriele Grass