Berlin-Friedrichshain: Lückenschluss an S- und U-Bahnhof Warschauer Straße

Fussgängerbrücke Warschauer Straße

Fußgängerbrücke ermöglicht den schnellen Übergang am Verkehrsknoten.

Seit dem 4. Dezember ist Friedrichshain um eine bedeutende Fußwegverbindung reicher. Wie selbstverständlich und völlig schmucklos schob Projektmanager Axel Gernth Punkt 12 Uhr den Drahtzaun beiseite und gab damit den Weg frei für den 30 Meter langen Lückenschluss zwischen S-und U-Bahnhof Warschauer Straße – und siehe da: Völlig selbstverständlich und unaufgeregt nutzten die ersten Fußgänger das neue Teilstück bereits wenige Sekunden nach Eröffnung, als wenn schon immer hier ein Weg entlang geführt hätte.

Lange Projektzeit

„Die erste Etappe, mit den Treppen und dem Fahrstuhl zur Tamara-Danz-Straße gibt es ja bereits schon seit fast zehn Jahren“, erläuterte Gernth die verzögerte Fertigstellung. Die Brückenlücke habe sich aufgrund von Planänderungen beim Bau des S-Bahngebäudes ergeben. Und die hätte auch mit der Fertigstellung des Ostkreuzes im Zusammenhang gestanden….

„Erst Ende November wurde hier am neuen Bahnhofsgebäude die Öffnung und damit der Durchgang zum S-Bahnhof freigegeben“, so Gernth, der im Laufe der Jahre als inzwischen vierter Projektmanager der Senatsverwaltung für Verkehr diese Baustelle betreut. „Seit März vergangenen Jahres durften wir bauen und die 103 Meter lange Verbindung komplettieren“, erläutert er die Fertigstellung des 1,5 Millionen Euro teuren Teilstückes.

 

Erhebliche Entlastung

Mit der neuen 3,40 Meter breiten Verbindung wird zum einen die Warschauer Brücke vom stetig zunehmenden Umsteigeverkehr entlastet, zum anderen wird das Gelände des ehemaligen Ostgüterbahnhofs besser erschlossen. Der mit Holzbohlen belegte provisorische Teil der Brücke, der bislang direkt zur Warschauer Straße führte, wird nun bis Ende Januar 2020 zurückgebaut. „Der Teil wird jetzt ja nicht mehr benötigt“, sagt Gernth. Die Reinigungs- und Instandhaltungskosten könne sich der Senat für dieses Teilstück somit sparen.

Datum: 4. Dezember 2019, Bild und Text: Stefan Bartylla