Fahrplanwechsel in Berlin: Die Express-Bahn kommt

Zwei S-Bahnen begegnen sich

Viel Neues auf Berlins Schienen und Straßen ab 15. Dezember

S-Bahn

Was es aktuell nur vor und nach großen Veranstaltungen zwischen Olympiastadion und Westkreuz gibt, soll ab 15. Dezember eine schöne Regelmäßigkeit werden: Zwischen Ostbahnhof und Friedrichshagen wird auf der Linie S3 (Erkner-Spandau) in der Hauptverkehrszeit und im Wochenend-Nachtverkehr die neue Zuggruppe BII verkehren und dabei die Bahnhöfe Hirschgarten, Wuhlheide sowie Betriebsbahnhof Rummelsburg und Rummelsburg ohne Halt durchfahren. Dieses für einen regulären Fahrplan eher ungewöhnliche Konzept wurde gewählt, damit die Züge mit weniger Fahrzeugen schneller ihr Ziel erreichen. „Ein guter Testlauf für eine Express-S-Bahn zwischen Falkensee und Westkreuz, die wir für sinnvoll halten“, erklärt Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB gegenüber der Berliner Zeitung.

Die Schnellzüge werden im 20-Minuten-Takt immer kurz vor den regulären S-Bahnen abfahren und dadurch deren Fahrplan nicht behindern. Weitere Neuerungen betreffen die Linie S5 zwischen Strausberg Nord und Westkreuz. Hier werden die Verstärkerzüge von und nach Mahlsdorf bis Ostbahnhof (statt Warschauer Straße) weitergeführt. Die Linie S75 pendelt nur noch zwischen Wartenberg und Warschauer Straße (bislang Lichtenberg).

Straßenbahn und Bus

Auf den Tram-Linien 16 (Ahrensfelde-Frankfurter Allee) und 50 (Französisch Buchholz-Wedding) werden am Samstag mehr Fahrten angeboten. Die Buslinie 142 (Leopoldplatz-Hauptbahnhof-Ostbahnhof) wird nicht mehr über Tegeler Straße, sondern über Lynarstraße und Nordufer geführt. Grund sind die Bauarbeiten für die City-S-Bahn-Linie 21. Die Linie 390 (Rundkurs ab und an S-Bahnhof Ahrensfelde) fährt jetzt zusätzlich den Kaufpark Eiche an. Viele Spandauer dürfen sich freuen: Die Nachtbuslinie N34 kehrt, vom Alemannufer in Hakenfelde kommend, über den Ritterdamm zu ihrer alten Endhaltestelle in der Gutsstraße in Kladow zurück. Die N35 bedient ganz neu die Haltestelle Kaserne Hottengrund und erschließt wie bisher die Siedlung Kladow.

Nachtverkehr ab/an Alexanderplatz

Der neue Umsteigepunkt zwischen den Nachtlinien im Ostteil der Stadt ist der S- und U-Bahnhof Alexanderplatz. An der Memhardtstraße sind die Umsteigewege ampelgeregelt und damit barrierefrei und sicherer. Hier kann nun auch zwischen Nachtbussen und Metrotramlinie M2 gewechselt werden. Der kürzeste Weg zum Umsteigen zwischen den Nachtbussen und den Tramlinien M4, M5 führt über den Alex. Hier befindet sich an den Wochentagen ein neuer Sammelanschluss für die Nachtlinien N2, N5, N8, N40, N42 und N65 sowie der Tram M2, M4 und M5. An den Wochenenden kommen Anschlüsse zur U2, U5, U8, S7 und S9 sowie zu den Regionalbahnen RE1, RE2, RE7 und RB14 hinzu. Dann kann zwischen 16 Linien umgestiegen werden. Am „alten“ Nachtknoten Hackescher Markt bleiben die Anschlüsse zwischen den Linien M1, M4, M5 und N42 sowie der S-Bahn bestehen. Die Buslinie N42 bedient weiter das Quartier rund um den Hackeschen Markt.

Regionalbahn

Anstelle wechselnder Halte fahren alle Züge der Linien RB 21 und 22 in Charlottenburg durch und halten dafür in Wannsee. Der Verstärkerzug des RE2 Berlin-Cottbus verkehrt an Freitagen bereits um 15 Uhr ab Bahnhof Zoo. Der Kulturzug Berlin-Cottbus-Wroclaw bleibt auch im kommenden Jahr bestehen und fährt an Freitagen neu um 14.30 Uhr ab Berlin. Mehr Informationen gibt es ab 14. Dezember online beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Datum: 5. Dezember 2019 Text: Manfred Wolf Bild: Stefan Bartylla