Berlin-Charlottenburg: Gedächtniskirche wird saniert

Bund bewilligt Mittel in Höhe von 16 Millionen Euro für die Umgestaltung des Mahnmals.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche am Breitscheidplatz ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Nun erhält das Bauwerk für die Sanierungsarbeiten an senen Gebäuden umfangreiche Zuschüsse des Bundes: In der sogenannten „Bereinigungssitzung“ hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 16 Millionen Euro für die Instandsetzung und konzeptionelle Weiterentwicklung der Kirche bewilligt. Das teilt der Evangelische Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf mit. So sollen an dem aus fünf Objekten bestehenden Gebäudeensemble nicht nur aufwändige Sanierungen finanziert werden, unter anderem an den filigranen Glas-Beton-Fassaden mit den blauen Glaselementen aus dem französischen Chartres. Auch die historische Ausstellung im Alten Turm soll erneuert und künftig erweitert werden.

Anbau und Gastronomie in Planung

Für die bis zu 1,3 Millionen Besucher pro Jahr soll dadurch die Bedeutung der Kirche als Friedens-Mahnmal wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Im kommenden Jahr werden zunächst Heizung und Beleuchtung der Kirche erneuert, um die Energiekosten zu senken und zum Klimaschutz beizutragen, erklärt der Kirchenkreis. Die Eingangshalle der Turmruine und das Podium, das die Kirchengebäude verbindet und derzeit noch saniert wird, erhalten Rampen für einen barrierefreien Zugang. Im weiteren Verlauf der Sanierung ist zudem die Umgestaltung des westlichen Anbaus inklusive des Einbaus eines Cafés angedacht.

Sanierung soll 2025 abgeschlossen sein

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bund Haushaltsmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro als Anschubfinanzierung für die Sanierung zur Verfügung gestellt. Insgesamt übernimmt er rund die Hälfte der benötigten Gesamtsumme von 36 Millionen Euro. Die Sanierung soll bis 2025 dauern.

Datum: 6. Dezember 2019, Text: Red., Bild: iStock/Getty Images Plus/demerzel2