Berlin-Kreuzberg: Protest gegen Pläne für Markthalle Neun

Gentrifizierung: 120 Menschen gingen auf die Straße.

Um die 120 Menschen nahmen in der vergangenen Woche trotz eiskalter Temperaturen an einer Demonstration rund um die Markthalle Neun während des sogenannten „Streetfood Thursday“ teil. In verschiedenen Redebeiträgen wurde Besorgnis und Wut über die Entwicklung im Kiez, geprägt von Gentrifizierung, steigenden Mieten und Verdrängung, geäußert. Von den Markthallen-Betreibern wurde erneut eine radikale Kehrtwende in Bezug auf die Markthalle Neun, in der Menschen mit geringem Einkommen nicht mehr willkommen sein sollen, gefordert. Sonia Kleinvogel, Sprecherin der Initiative „Kiezmarkthalle – Markthalle Neun für alle!“: „Wir sind begeistert, dass so viele Menschen gegen hohe Mieten, Verdrängung und eine Luxus-Food-Markthalle Neun gemeinsam auf die Straße gegangen sind, um ihrer Besorgnis und Wut Ausdruck zu verleihen.“ Das sind einige Forderungen der Initiative: Der Aldi oder ein Lebensmittelanbieter mit ähnlichem Sortiment und Preisniveau soll in der Markthalle Neun bleiben. Kommerzielle Events wie der „Street Food Thursday“ sollen reduziert werden. Die Markthalle soll zu einem echten Markt mit täglichem Angebot entwickelt werden.
Datum: 11 .Dezember 2019, Text: red, Bild: Stefan Bartylla