Berlin-Mahlsdorf: Jetzt doch “Fliegende Klassenzimmer” für Kiekemal-Schüler

Fliegendes Klassenzimmer

Schulamt will ab Mitte 2020 neue Räume am Lehnitzplatz fertigstellen.

Nach den Freitags-Demonstrationen der Kiekemal-Grundschüler, gibt es jetzt gute Neuigkeiten zur Entlastung der völlig überbelegten Mahlsdorfer Schule. Den Forderungen nach dem Bau der sogenannten „Fliegenden Klassenzimmer“ am knapp einen Kilometer entfernten Lehniner Platz ist das Bezirksamt nun gefolgt.

Stadtrat Gordon Lemm (SPD) präsentierte diese Pläne Anfang Dezember den besorgten Eltern und Lehrern anläßlich einer Elternversammlung. Demnach sollen zum Schuljahr 2020/21 auf dem Lehnitzplatz speziell für den Schulunterricht konzipierte Holzbauten mit je 6 Klassenräumen errichtet werden, die eine komplette Auslagerung des jeweils ersten Jahrgangs der Kiekemal-Grundschüler für die darauffolgenden drei Jahre ermöglicht.

Genehmigungsverfahren mit Dringlichkeit betreiben.

Alles hänge jetzt davon, wie schnell die Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Plan-  und Bautechnischen Umsetzung beim Senat akquiriert würden, so Lemm . Um in den nächsten Monaten das Projekt umsetzen zu können, versuche das Bezirksamt kurzfristige Genehmigungen aufgrund der Dringlichkeit beim Senat zu erzielen. Ein entsprechendes Verfahren dazu habe der Bezirk bereits eingeleitet. Darüber hinaus soll ein Amtshilfegesuch beim Bezirk Tempelhof-Schöneberg gestellt werden. Hier wurden bereits solche „Fliegende Klassenzimmer“ aufgestellt und Teile der entsprechenden Planungsunterlagen könnten noch einmal für das Projekt am Lehnitzplatz zeitsparend genutzt werden.

Parallel zu diesem Projekt verfolgt Marzahn-Hellersdorf weiterhin den Bau einer Containerschule in der Elsenstraße, damit dort Schulräume ab 2023 noch vor der Fertigstellung der eigentlichen Schule eröffnet werden können.

Glaubhafte Bemühungen.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Bezirk, wenn auch spät, alles angeschoben hat, was in dessen Möglichkeiten liegt. Die nächsten Entscheidungen liegen beim Senat“, kommentierte Jana Löschke, Elternsprecherin an der Kiekemal-Grundschule die Pläne, die Lemm der Elternversammlung präsentierte. Jetzt wolle man im regelmäßigen Austausch mit dem Bezirksamt den jeweiligen Entwicklungsstand abfragen. Sollte es vom Senat keine Zusage bis Mitte Januar geben, plane man eine Protestaktion im Abgeordnetenhaus.

Datum: 11. Dezember 2019, Text: Stefan Bartylla, Bild: Bezirksamt Tempelhof Schöneberg