Berlin-Lichtenberg: Monteiro und Nünthel gehen – Schäfer kommt, Hönicke kandidiert

Schaefer_Nünthel

Zwei Posten werden im Bezirksamt gewechselt.

Ordentlich Schwung brachte die Dezember-Ausgabe der Bezirksverordnetenversammlung in das Personalkarussel des Lichtenberger Bezirksamtes. Während die Tagesordnung bereits den Wahlgang für die Nachfolge des im Februar in Ruhestand gehenden Bezirksstadtrates Wilfried Nünthel (CDU) mit dem neuen Kandidaten Martin Schäfer (CDU) angekündigt und auch vollzogen hatte, überraschte am Ende der Sitzung die stellvertretende  Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Stadtentwicklungsstadträtin Birgit Monteiro (SPD) die Verordneten mit ihrer Rückzugsankündigung.

Über Monate hinweg hatte sich das Gerücht bereits verbreitet, dass Monteiro ihren Parteivorsitz für den Kreis Lichtenberg niederlegen und auch nicht mehr für einen Posten im Bezirksamt zur kommenden Legislaturperiode zur Verfügung stehen würde.

„Ich habe bei meiner Arbeit im Bezirksamt vieles gelernt. Sogar Dinge, die ich nie lernen wollte”, begann Monteiro die Ankündigung ihres Rückzugs am Rednerpult der BVV am vergangenen Donnerstagabend.  Alles habe seine Zeit und auch vor ihr lägen jetzt neue Aufgaben, die sie gerne angehen wolle. Ihre weiteren Karrierepläne ließ sie ungenannt.

Als ihre Nachfolger im Lichtenberger Parteivorstand gelten derzeit die BVV-Mitglieder Dr. Anja Ingenbleek und Dr. Erik Gührs als aussichtsreiche Kandidaten in einer Doppelspitze. Diese Wahl ist für den kommenden März auf der Kreisdelegiertenversammlung angesetzt. Die Wahl des Nachfolgers im Amt des Stadtrates muss spätestens in der März-Sitzung der BVV erfolgen. Der derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende Kevin Hönicke will als Nachfolger kandidieren.

 

Die Übergabe im Amt des Stadtrates für  Schule, Sport, Öffentliche Ordnung, Umwelt und Verkehr wird zum 1. Februar 2020 erfolgen. Dann übernimmt Martin Schäfer, der zurzeit Geschäftsführer der Jugendeinrichtung bluboks.Berlin diesen Posten. Für seine Wahl benötigte der 45-jährige Theologe zwei Durchgänge: 21 Nein standen 29-Ja-Stimmen gegenüber.

Datum 13. November 2019, Bild: Text: Stefan Bartylla, Bild: Stefan Bartylla