Asbest im Rathaus Zehlendorf: Bezirk gibt Entwarnung

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In den Amtsstuben läuft wieder der Normalbetrieb.

Der Normalbetrieb im Neubau des Rathauses Zehlendorf ist wiederhergestellt. Das Gutachten eines Ingenieurbüros hat alle Räume zur Nutzung freigegeben. Das hat das Bezirksamt am Dienstag mitgeteilt.

Die Freigabe bedeutet demnach, dass alle Mitarbeiter, auch aus den Bauteilen B und E, die bis Dienstag an anderen Orten Ihre Arbeit tätigten, dies wieder an ihren Arbeitsplätzen im Rathaus Zehlendorf tun können. Die vom Ingenieurbüro empfohlenen Maßnahmen, wie etwa die Minimierung des Asbestexpositionsrisikos, eine Detailuntersuchung zur Asbestfaserquelle oder die Überprüfung des Reinigungserfolges der Sofortmaßnahmen, würden „konsequent, zeitnah und im vollen Umfang umgesetzt“.

Büros gesperrt

Wegen Asbestspuren hatte das Bezirksamt kürzlich mehrere Räume im Rathaus Zehlendorf gesperrt. Das hatte zur Folge, dass Teile der Verwaltung nur eingeschränkt erreichbar waren. Diese Maßnahme wurde bereits in der vergangenen Woche wieder aufgehoben. Zuvor waren in den Bauteilen C und D keine Anzeichen von Asbest festgestellt worden. Das Bezirksamt vermutet, dass sich Fasern vom gebundenen Asbestzement in den außenliegenden Fensterbrettern gelöst hatten und durch geöffnete Fenster in die Büros gelangt waren.

“Ich bedanke mich ausdrücklich bei meinen Mitarbeitern für Ihren professionellen Umgang mit der schwierigen Situation bei uns im Rathaus Zehlendorf”, so Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU). “Den Bürgern,  die in den letzten Tagen und Wochen deutlich mehr Geduld aufbringen mussten, möchte ich ebenfalls meinen Dank aussprechen.”

Schädliche “Wunderfaser”

Wegen seiner hohen Widerstandskraft war Asbest bin in die 70er-Jahre hinein ein beliebter Baustoff. Aufgrund erwiesener Gesundheitsgefahren ist die “Wunderfaser” heute in vielen Ländern verboten, unter anderem in der gesamten EU.

Datum: 17. Dezember 2019. Text: Nils Michaelis. Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf.