Berlin-Spandau: Senat bringt Bebauungsplan für “Siemensstadt 2.0” auf den Weg

Siemensstadt

Moderne Produktionsstätten und Tausende Wohnungen vorgesehen.

Wichtige Etappe für die “Siemensstadt 2.0”: Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) hat kürzlich den Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das neue Quartier zum Arbeiten, Forschen und Wohnen im Osten Spandaus gefasst. Damit werden die planungsrechtlichen Grundlagen für die zukünftigen Nutzungen des historisch gewachsenen Industriestandortes geschaffen.
 
Lompscher: „Mit einer Größe von rund 73 Hektar stellt die neue Siemensstadt ein beachtliches Flächenpotenzial im Nordwesten Berlins dar, von dem zukünftig wieder ein wesentlicher Impuls mit überregionaler Bedeutung für die weitere Entwicklung Berlins ausgehen soll Durch die überwiegende Öffnung des bislang für die Öffentlichkeit unzugänglichen Industrieareals soll ein gemischt genutzter und zukunftsweisender Stadtteil mit einem breit angelegten Nutzungsspektrum entstehen.”

2.750 Wohneinheiten bis 2030

Der Bebauungsplan mit der Nummer 5-123 soll eine Mischnutzung des Industrieareals sicherstellen. Auf dem Gelände sollen bis zum Jahr 2030 neben modernen Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen auch rund 2.750 Wohnungen sowie Gewerbeflächen und soziale Infrastruktur entstehen.
 
Der Bebauungsplan betrifft das Gelände zwischen der seit 1980 still liegenden S-Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Gartenfeld und Siemensstadt (“Siemensbahn”), der Paulsternstraße, der Nonnendammallee und dem Rohrdamm. Zurzeit ist ein städtebaulicher Wettbewerb mit 18 Planungsteams ausgeschrieben, der Anfang Januar entschieden werden soll.

Datum: 29. Dezember 2019. Text: Redaktion. Bild: imago images/Jürgen Ritter