Tempelhofer Feld: FDP bereitet neuen Volksentscheid vor

Tempelhofer Feld

Liberale wollen mindestens 12.000 neue Wohnungen bauen lassen.

Die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus und ein kürzlich gegründeter Verein setzen sich für einen neuen Volksentscheid zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes ein. Der dafür nötige Antrag auf eine amtliche Kostenschätzung liege vor, berichtet der “Tagesspiegel”. FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja habe ihn Anfang des Monats an Innensenator Andreas Geisel (SPD) verschickt.

Die FDP wolle mindestens 12.000 Wohnungen bauen lassen, die ersten sollten bereits 2025 bezugsfertig sein. Die Aufteilung der Bebauung solle nach einem “Dreiklang” erfolgen: Ein Drittel Genossenschaften, ein Drittel städtische Unternehmen, ein Drittel Private. Geplant sei eine Bebauung des Randes der aktuellen Leerfläche, so Czaja. Die innere Fläche, mit 200 Hektar rund zwei Drittel des gesamten Feldes, solle frei bleiben.

Steigende Mieten

Angesichts steigender Mieten und Verdrängung hatten sich zuvor auch Politiker von SPD und CDU für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes ausgesprochen. Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) lehnt das kategorisch ab.

Für eine Bebauung müsste das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Felds geändert werden. Dieses war nach dem erfolgreichen Volksentscheid von 2014 erlassen worden. Damals hatte sich eine Mehrheit gegen die Bebauung ausgesprochen. 

Datum: 30. Dezember 2019. Text: Redaktion. Bild:imago images/Stefan Zeitz