Berlin-Moabit: Keine Entlastung für “Birkenstube” in Sicht

Finanzielle Mittel für weiteren Drogenkonsumraum im Bezirk fehlen.

Die Anlaufstelle für Drogenkranke „Birkenstube“ ist bereits vor längerer Zeit an ihre Belastungsgrenze gestoßen, seit Oktober 2018 können keine neuen Klienten mehr aufgenommen werden. Das Bezirksamt hat sich deshalb bereits im vergangenen Frühjahr beim Senat dafür eingesetzt, die Birkenstube vermehrt finanziell zu unterstützen und mindestens einen weiteren Standort im Bezirk einzurichten. Die Umsetzung aber lässt sich auf sich warten.

Das liegt vor allem daran, dass es der zuständigen Senatsverwaltung an den notwendigen Mitteln mangelt. Die Situation der Beratungsstelle sei dem Senat aber bekannt, erklärte zuletzt Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne). Dem Bezirk bleibe nichts anderes übrig, als „weiterhin auf eine entsprechende Anpassung zu plädieren“. Denn wie auch im Jahr 2019 zeichnet sich auch für dieses Jahr ein verstärkter Konsum im öffentlichen Raum ab. Eine Entlastung für die Mitarbeiter und Klienten wäre demnach ein zweiter Drogenkonsumraum, vorzugsweise im Wedding, der noch 2020 seine Türen öffnet. Auch temporäre Lösungen wie Drogenkonsummobile in Moabit und Wedding seien denkbar. 

Datum: 3. Januar 2020, Text: kr/red, Bild: iStock/Getty Images Plus/Gekkfoto