Stasi-Aus als Kartenspiel

StasiRaus_Schachtel

“Stasi raus, es ist aus” wird vom Stasi-Unterlagen-Archiv gefördert.

Pünktlich zum 30. Jahrestag der Besetzung der Stasi-Zentrale in der Lichtenberger Normannenstraße gibt es jetzt eine besonders spielerische Möglichkeit des Rückblicks auf die Auflösungsgeschichte rund um den DDR-Sicherheitsapparat.

Am 15. Januar wird dazu das Kartenspiel “Stasi raus, es ist aus!” erscheinen, in dem diese Geschehnisse spielerisch noch einmal nachempfunden werden können. Und das Ganze ist kein ulkiges Gimmick, sondern soll junge Leute an diesen Teil der deutschen Geschichte heranführen.

Als Stasi-Mitarbeiter agieren

In dem in deutscher und englischer Sprache aufgelegten Spiel wechseln die Spielenden ihre Perspektive und arbeiten für die Stasi. Ihr Ziel ist es, so viele Unterlagen wie möglich zu vernichten. Für jedes geschreddertes Papier gibt es Punkte. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Den Gegenpart im Spiel bilden, wie damals auch, die Bürger. Sie versuchen, die Stasi in ihren Vorhaben zu stoppen und ebenfalls Punkte zu sammeln. Wiebei den historischen Ereignissen von 1989/90, wird die Stasi aber am Ende das Spiel gegen die mutigen Bürger verlieren.

Die Vorgeschichte

Michael Geithner und Dr. Martin Thiele-Schwez von Playing History haben das Kartenspiel in Kooperation mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv und dem DDR Museum entwickelt. Im Verlag Playing History wurde bereits das von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnete Kartenspiel »Bürokratopoly« entwickelt.

Zusätzlich zum Spiel gibt das Stasi-Unterlagen-Archiv ein Begleitheft mit Hintergrundinformationen zum Thema heraus. Das Spiel ist für den Schulunterricht geeignet, kann aber auch mit der Familie oder Freunden gespielt werden. Mit zum Paket gehören Kopien von Dokumenten aus dem Stasi-Archiv sowie Fallbeispiele und Erläuterungen zu den Methoden der Stasi. Das Spiel ist ab dem 15. Januar erhältlich. Bestellmöglichkeiten finden sich dann auf der spieleigenen Webseite.

Datum 8. Januar 2020, Text: Stefan Bartylla, Bilder: Promo