Berlin-Mitte: Tage der offenen Tür in der Friedrichswerderschen Kirche

Schinkels Bauwerk ist bald wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Am 18. Januar und 19. Januar, jeweils von 10 bis 16 Uhr, lädt die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zu den Tagen der offenen Tür in die Friedrichswerdersche Kirche, Werderscher Markt, ein. Das jahrelang sanierungsbedingt geschlossene Gotteshaus von Karl Friedrich Schinkel wird an diesen Tagen erstmals wieder zu besichtigen sein, bevor sie dann ab dem Sommer durch die Nationalgalerie als Museum genutzt werden wird.

Umfangreiche Sanierung

Die Friedrichswerdersche Kirche wurde von Karl Friedrich Schinkel geplant und von 1824 bis 1830 – nahezu zeitgleich mit seinem Alten Museum – erbaut. Zunächst in klassizistischer Ausführung gedacht, beugte sich Schinkel den Wünschen des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der ein Gotteshaus in neogotischem Stil vorzog. Nach ihrer Fertigstellung wurde sie von der deutschen und der französischen Gemeinde der Evangelischen Kirche in Preußen genutzt. Schwere Schäden im Zweiten Weltkrieg machten eine aufwändige Sanierung in den Jahren 1979 bis 1986 erforderlich. Die Wiedereröffnung und erstmalige Nutzung als Museumskirche erfolgte schließlich anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987.

Seit 2012 war das Kirchengebäude nur noch von außen erlebbar, da das Entstehen neuer Bauwerke in unmittelbarerer Nachbarschaft gravierende Schäden verursacht hatte und eine umfangreiche Restaurierung notwendig war. Die Friedrichswerdersche Kirche ist der einzige in der Innenstadt erhaltene Kirchenbau Schinkels, dessen Fassade und Innenraum heute noch dem ursprünglichen Erscheinungsbild entsprechen. Im Anschluss an die Tage der offenen Tür werden jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat Führungen angeboten. 

Datum: 12. Januar 2020, Text: Red., Bild: Staatliche Museen zu Berlin/David von Becker