Berlin-Marzahn: Die Ortsumfahrung bekommt einen grünen Deckel

Ortsumfahrung-Ahrensfelde

Straßenführung sorgt für weniger Lärm – kostet aber zwölf Millionen Euro extra.

Tausende von Autofahrern und hunderte von Ahrensfelder Nachbarn werden diese Nachricht mit Begeisterung lesen: Der gemeinsame Finanzierungsvertrag für die Troglösung mit einer teilweisen Deckelung der Ortsumfahrung Ahrensfelde wurde jetzt von den Ländern Berlin und Brandenburg rechtskräftig unterzeichnet.

Die beiden Länder übernehmen damit die Mehrkosten für die teils gedeckelte Straße, am nördlichen Ortsausgang an der Märkischen Allee. Ursprünglich hatte der Bund eine ebenerdige Ortsumfahrung vorgesehen. Diese wäre zwar kostengünstiger, hätte aber zu erheblichen Lärmbelastungen geführt und den Ortskern Ahrensfelde geteilt. Mit der Unterzeichnung kommen die beiden Landesverwaltungen nun den Wünschen der Bürgern nach.

Die neue Troglösung des Straßenverlaufs und der begrünte und begehbare Deckel mindern die Lärmbelastungen und erhalten die barrierefreien und historisch gewachsenen Strukturen zwischen Ahrensfelde und Marzahn-Hellersdorf. Insgesamt witrd dieses Projekt 60 Millionen Euro kosten.

Zwischen den Ländern.

Der geplante Neubau der Ortsumfahrung Ahrensfelde wird als Abschnitt der Bundesstraße 158 die Länder Berlin und Brandenburg verbinden. Der Bauabschnitt ist dem Land Brandenburg zugeordnet, liegt aber auf Berliner Gebiet und ist Bestandteil des aktuell beschlossenen Bundesverkehrswegeplans 2030 für die Bundesfernstraßen.

„Diese Lösung ist ein Ergebnis der konstruktiven Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg und ein weiterer Baustein, die Metropolregion im Interesse der Bürger zu gestalten“, erläuterte Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther das erzielte Ergebnis. Das Planfeststellungsverfahren werde zügig ab Mitte 2020 weitergeführt. Nach dessen Abschluss sei eine schnelle Umsetzung des Baus vorgesehen, erläuterte Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung die nächsten Schritte. Die höheren Kosten, die sich durch die Troglösung ergeben, belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro.

Datum:13. Januar 2020. Text: red, Bild: Stefan Bartylla