Steglitz-Zehlendorf: Thermometersiedlung erhält Quartiersmanagement

Thermometersiedlung

Kiez in Lichterfelde-Süd wird erstes QM-Gebiet im Bezirk.

Mit der Thermometersiedlung erhält Steglitz-Zehlendorf sein erstes Quartiersmanagementgebiet. Das hat der rot-rot-grüne Senat am Dienstag beschlossen.

SPD-Kreischef Ruppert Stüwe: „Seit Erscheinen des Sozialstrukturatlas im Sommer 2018 ist jedem klar, dass die Thermometersiedlung in Lichterfelde-Süd ein Quartiersmanagement braucht. Sie gehört zu den Gebieten, deren soziale Struktur seit 2015 deutlich schwieriger geworden ist. Wir wollen, dass die Lebensqualität in Steglitz-Zehlendorf nicht vom Wohnort abhängt.“ Jetzt müsse auch das Bezirksamt die Unterstützung eines solchen Quartiersmanagementgebiets zu seiner Priorität machen.

Quartiersmanagement startet 2021

Die Förderkulisse „Quartiersmanagement“ (QM) ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt mit Schwerpunkt auf der Stabilisierung von Stadtquartieren und Aktivierung der dortigen Bewohnerschaft. Voraussichtlicher Beginn des QM in der Thermometersiedlung wird das 1. Quartal 2021 sein. 

Jugend-und Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm sieht in dem neuen QM-Gebiet “eine sehr positive Nachricht für den Bezirk”. “Ich freue mich über die zukünftig entstehende breit angelegte Unterstützung, die auch den Kindern und Jugendlichen in Lichterfelde Süd zugutekommen wird”, erklärte die SPD-Politikerin. “Die Bedingungen für gesellschaftliche Chancengleichheit fängt schon vor der Kita an, durch ein gesundes Aufwachsen, durch eine familienfreundliche Atmosphäre und gute Infrastruktur. Das müssen wir uns auch in Steglitz-Zehlendorf immer wieder bewusstmachen.”  Der Senat sende damit ein “ermunterndes Signal”.

Acht neue QM-Gebiete

Die Thermometersiedlung ist eines von berlinweit acht neuen QM-Gebieten. Dazu zählen die Harzer Straße in Neukölln und die Nahariyastraße in Tempelhof-Schöneberg. In anderen Quartieren läuft das QM in diesem Jahr aus, zudem werden vereinzelte QM-Gebiete zusammengelegt.

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke): “Mit diesem Beschluss kann das Programm Soziale Stadt in Berlin ab 2021 in gleichem Umfang fortgesetzt werden und durch zusätzliche Fördermittel des Landes, des Bundes und der EU ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in diesen Gebieten erfolgen.” Die Wirksamkeit des Programms sei im Rahmen der Jubiläums-Evaluation vor zwei Jahren bestätigt worden, “ohne das vielseitige bürgerschaftliche Engagement der Bewohnerschaft in den Quartieren wären jedoch viele Erfolge nicht denkbar”.

Weitere Informationen zum Quartiersmanagement in Berlin gibt es hier.

Datum: 15. Januar 2020. Text: Nils Michaelis. Bild: Wikimedia Commons/Mario Duhanic