Berlin-Prenzlauer Berg: Premiere für Filmfest

Szene aus "Hotel Auschwitz"

Festival politischer Film: Nationalsozialismus im Fokus

Seine Premiere feiert vom 23. bis 26. Januar das Festival politischer Film im Kino in der Königstadt, Straßburger Straße 55. Schirmherrin ist mit Muhterem Aras die Präsidentin des Landtages von Baden-Württemberg. Gezeigt werden sechs fiktionale Filme und sechs Dokumentarfilme, die die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf unsere Gegenwart thematisieren. Eröffnet wird das Festival mit Cornelius Schwalms Tragikomödie „Hotel Auschwitz“. Eine Theatertruppe reist zu Studienzwecken nach Auschwitz, doch neben dem großen Thema verfolgen alle ihre eigenen, sehr privaten Ziele.

Als Deutschland-Premiere konnte Philippe Moras Komödie „Snide und Prejudice“ gewonnen werden. Eine ungewöhnlich mutige und scharfsinnige Satire, die in einem experimentellen psychiatrischen Institut in Los
Angeles spielt. Außerdem von ihm zu sehen: der Dokumentarfilm „Three Days in Auschwitz“. Der australische Filmemacher mit jüdischen Wurzeln wird vom 24. bis 26. Januar Gast des Festivals sein.

Weitere Filme sind unter anderem der Dokumentarfilm „#Uploading_Holocaust“ von Sagi Bornstein und Udi Nir, das Drama „Gebürtig“ von Robert Schindel und Lukas Stepanik sowie der Thriller „Winterjagd“ von Astrid Schult. Die Filme zeigen einige Perspektiven zeitgenössischer Filmemacher aus der zweiten, dritten und vierten Generation. Sie nehmen die durch den Holocaust ausgelösten individuellen und gesellschaftlichen Traumata in den Blick. Zugleich erforschen sie die psychologische Ebene individuellen und moralischen Versagens. Muhterem Aras: „Die Filme des Festivals zeigen, wie der Holocaust das Leben nachfolgender Generationen prägt.“ Mehr Informationen zum Festival gibt es online.

Datum: 16. Januar 2020 Text: Manfred Wolf Bild: Verleih