Berlin-Spandau: Kostenlose Mieterberatung wird aufgestockt

Mieterberatung in Spandau

Längere Beratungszeiten in Staaken, Neustadt und Wilhelmstadt.

Das Bezirksamt stockt ab sofort die Stunden für die kostenfreie bezirkliche Mieterberatung im Rahmen des Bündnisses für Wohnungsneubau und Mieterberatung auf. Die entsprechenden Mittel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen waren zuvor für das laufende Jahr von 100.000 auf 130.000 Euro erhöht worden. Darüber informiert der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV).

Zum Hintergrund: Aufgrund des Berliner Mietendeckels wird mit einem erhöhten Beratungsbedarf gerechnet. Die bezirklichen Mieterberatungen sollen nun auch zusätzlich zu Fragestellungen zu dieser Novelle beratend tätig sein. Der AMV bietet daher ab Februar drei Beratungsstunden mehr pro Woche an, und zwar jeweils eine Stunde mehr in Staaken, in der Neustadt sowie in der Wilhelmstadt. Im Stadtteilzentrum Gemeinwesen Heerstraße Nord, Obstallee 22d/e, gilt jetzt folgende Beratungszeit: montags von 16 bis 19 Uhr. Im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23-24, können sich Mieter am Dienstag, von 14 bis 17 Uhr, informieren. Im Stadtteilladen Wilhelmstadt, Adamstraße 39, ist dies donnerstags von 8 bis 11 Uhr möglich.

Umstrittener Mietendeckel

Die Zeiten in den Beratungsstandorten in Hakenfelde, im Falkenhagener Feld, in der Siemensstadt und in Haselhorst bleiben unverändert. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Der in der vergangenen Woche vom Abgeordnetenhaus beschlossene Mietendeckel zählt zu den umstrittensten Projekten des rot-rot-grünen Senats. Immer wieder debattierten Parteien und Verbände über die Frage, ob das Einfrieren von Mieten das richtige Mittel gegen den überhitzten Wohnungsmarkt ist und ob dieser Schritt rechtlich überhaupt zulässig ist.

Datum: 3. Februar 2020. Text: Redaktion. Bild: Getty Images Plus/iStock/Tirahard